Details zu diesen Fragen


Hinweis

Sie sehen hier Auszüge und Screenshots aus älteren Versionen der Jimdo-Handbücher. Viele Informationen und der Jimdo-Siteadmin wurden mittlerweile aktualisiert. Alle Titel finden Sie stets voll aktualisiert auf jimdo-handbuch.de.

 

Wenn Sie sich für das Thema Suchfunktion auf Jimdo interessieren, besuchen Sie bitte unsere Seite suchfunktion.website.



1.    Zielsetzung – Was möchten Sie erreichen und wen möchten Sie erreichen?

Erstellen Sie für sich eine klare Vision davon, wie das von Ihnen geplante Webprojekt einmal funktionieren und aussehen soll.

Zum Beispiel so:

Der Nutzer sucht über Google das Stichwort „Markisen“ und wird vielleicht innerhalb der ersten 10 Suchergebnisse von Google Deutschland auf unsere Webseite aufmerksam. Natürlich unterstützen wir unseren Webauftritt mit einer Adwords-Kampagne. Zusätzlich unterstützen wir unsere Internetaktivitäten mit einer teuer bezahlten Onlinekooperation bei einem Bauspar-Portal namens x. Der Nutzer steigt auf unserer Homepage ein und bekommt dort die Möglichkeit ...

  • … unser gesamtes Produktportfolio in Text und Bild, Video etc. anzusehen.
  • … Kontakt mit einem Fachberater bzw. Händler vor Ort zwecks Vereinbarung eines Vor-Ort-Termins aufzunehmen. Wir garantieren eine Terminabsprache innerhalb von 12 Stunden.
  • … sich unser Produkt-PDF herunterzuladen und unser Kundenmagazin (Print) zu bestellen. Die dabei generierten Adressdaten verwenden wir zur Kontaktaufnahme für unseren Produktvertrieb.


In unserem permanenten Gewinnspiel gibt es monatlich einen Bausparvertrag mit einem Startkapital von 1.000 Euro zu gewinnen. Um daran teilzunehmen, muss der Nutzer unsere Webseite einem „Freund“ weiterempfehlen oder unser „facebook-Freund“ werden. Die Möglichkeit zur Teilnahme wird jedem Nutzer bei Abschluss des Kontakt- oder Bestellvorgangs auf der Danke-Seite zusätzlich angeboten. Die daraus resultierenden Kontaktdaten werden monatlich für den Newsletter verwendet.

Anschließend beantworten Sie die Frage, wen genau Sie erreichen möchten:

a.    Nutzerszenario

Versuchen Sie auf Basis bestehender Informationen über Ihre typische Zielkundschaft zu definieren, an wen sich die geplante Webaktivität richtet und überführen Sie diese Information in klare Statements wie:

  • „männlich, besser verdienend, Wohnungseigentümer oder Hausbesitzer, familiär orientiert, Alter 35 bis 45“
  • „weiblich, häuslich orientiert, Mutter, Alter ~ 36“


b.    Nutzungsszenario

Welche Nutzungsszenarien mögen aus der Verwendung Ihrer zukünftigen Webseite entstehen? Versuchen Sie typische Anforderungs- und Ergebnis-Fälle zu definieren:

  • Ein Hausbesitzer fragt sich, wie lange unsere Produkte im Durchschnitt halten und Instandhaltungskosten damit verbunden sind. Wir bilden daraus ein Garantieversprechen, das wir auf jeder Seite in Form eines Qualitätssiegels mitlaufen lassen. Bei Klick auf dieses Siegel findet er eine Liste unserer Garantieversprechen und eine Musterkalkulation für Anschaffung und Instandhaltung.
  • Eine Mutter sucht nach Informationen zum UV-Schutz unserer Markisen und zum Thema Kindersicherung. Wir bedienen diese Anfrage durch einen der Hauptmenüpunkte „Sicherheit“ innerhalb dessen wir ein familiäres Szenario abbilden und eine Liste unserer Sicherheitsmerkmale, UV-Schutz und UV-Beständigkeit definieren.  Auch unsere Ergebnisse der Stiftung Warentest werden hier abgebildet.
  • Potenzielle Mitarbeiter sollen von unserem positiven Image, unseren vielseitigen hochqualitativen Produkten und unserem Wachstum angezogen werden. Wer als Mitarbeiter auf unsere Seite kommt, findet einen andersfarbigen Hauptmenüpunkt „Arbeiten Sie mit uns“ in der Hauptnavigation.


Solche Darstellungen sind extrem hilfreich für die Erarbeitung einer eigenen Vorstellung des zukünftigen Onlinegeschehens.

2.    Wie sieht ggf. die Prozesskette dahinter aus?

Was passiert mit den Daten, Kontaktformularen, Bestellungen, Downloadzahlen und weiteren Vorgängen auf Ihrer Webseite? Versuchen Sie ein realistisches Szenario für die Weiterverarbeitung der damit verbundenen Erkenntnisse und Transaktionen zu definieren.

Zum Beispiel folgendermaßen:

  • Die Abruf- und Nutzungszahlen unserer Webseite werden ab sofort als PDF-Daten monatlich gesammelt. Basis des Reports sind die Ergebnisse aus Google Analytics sowie die Entwicklung der Suchbegriffe mit denen unsere Webseite gesucht/gefunden wird.
  • Die Bestellungen aus dem Online-Shop werden sich anfangs in Grenzen halten, da nur ein Teilsortiment wirklich für den Versandhandel geeignet ist. Daher erreichen uns Bestellungen aus dem Online-Shop zunächst per System-E-Mail die händisch in unsere Auftragsverarbeitung eingegeben wird. Die Erwartungen an die Liefergeschwindigkeit von Online-Bestellungen sind hoch, daher muss eine zeitnahe Verarbeitung gewährleistet sein. E-Mail-Adresse für die Shopbestellungen wird onlineshop@unsere-domain.de.
  • Terminanfragen, die uns zentral per E-Mail erreichen, müssen innerhalb der Geschäftszeiten und dort innerhalb von 3 Stunden direkt an den Kunden beantwortet werden. Die Anfragen werden vom Sekretariat gesichtet und ggf. nach Postleitzahlen dem Vertrieb vorgelegt.


3.    Über welche Informationen verfügen Sie bereits?

a.    Konkurrenzanalyse

  • An welchen Mitbewerbern oder Zielwebseiten orientieren Sie sich stark?
  • Was schätzen Sie an deren Online-Aktivitäten und was halten Sie für nicht so gelungen?


Aber auch Unternehmen, mit denen Sie nicht unmittelbar in Konkurrenz stehen, Marktführer aus anderen Ländern und Webseiten, die Sie in Bezug auf bestimmte Funktionen oder Darstellungen überzeugt haben, sind hilfreich.

Eine solche Analyse hilft Ihnen ungemein sich ein Bild von den gewünschten Online-Aktivitäten zu erstellen, Ihr eigenes Konkurrenzumfeld wahrzunehmen und zu verstehen, wie die gemeinsamen Kunden „ticken“.

Haben Sie vielleicht bereits mehrere Webseiten? Was funktioniert gut an Ihren Webseiten und was weniger? Stehen Ihre eigenen Webaktivitäten in Konkurrenz zueinander? Lernen Sie aus eigenen Stärken und Fehlern.

b.    Planungsunterlagen

Welche Unterlagen sind für Ihr Projekt hilfreich und können erstellt werden? Gibt es bereits einen groben Zeit- oder Projektplan? Hier sind mögliche Planungsunterlagen:

  • Zeit-/Projektplan
  • Bestehende oder gewünschte Domains für das Projekt
  • Eigene Logos
  • Hausschriften, Farben etc.


c.    Was muss Ihr Besucher über Ihre Firma, Produkte oder Dienstleistungen wissen?

Die Antwort ist: so viel wie möglich und so wenig wie nötig. Definieren Sie kurz und bündig an wen sich Ihre Produkte richten, welche Zielkundschaft Sie anstreben und über alles, was Sie gerne Ihre Kundschaft wissen lassen möchten.



4.    Inhaltliche Vorgaben
Verfügen Sie bereits über eine „Sitemap“ (also über einen strukturierten Navigationsplan) für das entstehende Webprojekt? Mit Excel lässt sich leicht ein solcher erstellen. Diese Sitemap darf auch Lücken enthalten.

  • Existieren vielleicht sogar Grob- oder Feinkonzepte?
  • Gibt es bereits eine Quelle oder einen Ansprechpartner, der mit der Erstellung der Inhalte Text/Bild beauftragt ist? Wichtig ist, dass die zu verwendenden Texte individuell für diesen Internetauftritt erstellt und zusammengestellt werden und dass keine Kopien von bereits im Internet verwendeten Texten zum Einsatz kommen sollen. Das führt zu immensen Abwertungen durch Google wegen „dublicated content“ und zu brutalen Abmahnungen. Lenken Sie die Erstellung der Inhalte frühzeitig in zuständige und erfahrene Bahnen, wenn Sie glauben, es zeitlich oder inhaltlich nicht bewerkstelligen zu können. Es ist die schwierigste und langfristigste Arbeit am ganzen Webprojekt.
  • Gibt es bereits lizenziertes Bildmaterial?
  • Welche Printunterlagen (Broschüren, Flyer etc.) stehen Ihnen ggf. als PDF-Datei bereits zur Verfügung?


5.    Eigene Ressourcen und Quellen

a.    Haben Sie Mitarbeiter und Kollegen, die Sie unterstützen? Vielleicht eine Agentur? Ist diese kompetent in Sachen Internet? Wer arbeitet zuverlässig am Projekt mit? Wer entscheidet? Webseiten sind ein enormer zeitlicher Aufwand! Wie groß ist die Zeitmenge, die Sie selbst realistisch einsetzen können?

b.    Analysen / Ergebnisse Web-Controlling

Wie viele Besucher konnte Ihre Webseite in den letzten beiden Jahren verzeichnen, und haben Sie Informationen über die beliebtesten Einzelseiten, Suchworte und vielleicht sogar die Webtechnik (Browser, Bildschirmeinstellungen, Betriebssysteme, Anteil mobiler Geräte etc.) Ihrer User?

c.    Eigene Webhistorie

Was haben Sie bisher im Internet (auch in anderen Firmen) so angestellt? Wo lagen die Erfolge? Was waren Reinfälle? Lernen Sie aus gemachten Fehlern, denn darin liegt der Nutzen von Fehlern.



6.    Externe Ressourcen

a.    Wen (z.B. Texter, Berater etc.) möchten Sie in das Projekt mit einbinden?

Haben Sie Leute im Kopf, die Ihnen spontan einfielen, als Sie begannen sich mit Ihrem neuen Onlineprojekt zu beschäftigen?

b.    Wen müssen Sie ggf. in das Projekt mit einbinden?



7.    Budgetplanung

Last but not least und egal ob Sie Ihre Webseite im Alleingang stemmen oder mit externer und bezahlter Hilfe: Was darf die ganze Aktion kosten?

Übrigens, so sehr Sie auch für Ihre Webseite einen zeitlichen Druck verspüren, seien Sie sich bitte bewusst, dass Zeitdruck sich nicht positiv auf die Qualität Ihres Projekts auswirkt. Selbstverständlich gibt es wichtige Projekte die zu einem exakten Fertigstellungstermin online sein müssen.  Grundsätzlich gilt aber auch bei Online-Projekten die gute alte Regel aus dem Straßenverkehr: Eilig? Früher losfahren!

Formen Sie auch durch die Beantwortung der vorangegangenen Fragen ein Bild von Ihrer zukünftigen Webseite, deren Inhalten und dem Benutzer für den sie gedacht ist.