Thema Künstlersozialkasse


4,2 % von unserer Leistung?

Die sogenannte Künstlersozialkasse geht auch bei unseren Kunden in einigen - sehr wenigen - Prüfungsfällen davon aus, dass Programmierung und Codierung abgabepflichtige (4,2 %) "künstlerische" Tätigkeiten seien. Sofern die beauftragte Honorarsumme p.a. mehr als Euro 450,- (?) beträgt.

 

Dies führte in den letzten 16 Jahren bei zwei (2) unserer Kunden zu einer - uns gemeldeten - Abgaben-Nachzahlung an die Künstlersozialkasse in Höhe von 4,2% der an uns gezahlten Projekt-Honorare.

Dies auch obwohl Programmierer / Webentwicklung nicht einmal in der eigenen Abgabeliste unter

aufgeführt werden.

Wir selbst sind

  • nicht Mitglied und
  • beziehen keinerlei Leistungen der Künstler-Sozialkasse.

 

Grundsätzlich ist ja der Gedanke einer Künstlersozialkasse auch nicht verkehrt - nur wird der Künstlerbegriff eben bewusst und unsinnig weit gefasst. Erinnert ein wenig an das Selbstverständnis von IHK oder GEZ.

 

 


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Fruits & Harvest · Jimdo Experts, Köln

Agentur · Projektmanagement · E-Business 

 

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Eine seltsame und - wie so üblich -  leise geduldete Praxis


Selbstverständlich gibt es (auch bei uns) umfassende  Webprojekte in denen ein hoher künstlerischer Aufwand für UX-Design, Layout und Bildwelten betrieben wird.

Die meisten unserer Arbeiten bestehen jedoch aus sogenannter CSS-Codierung, Scripting, Systemeinrichtung, Beratung, Projektmanagement, Toolintegration oder fußen auf Designs die schon langjährig im Dienst sind oder vom Kunden (der meistens kein Künstler ist) selbst erstellt wurden. Auch in vollständigen Relaunches oder Neuerstellungen von Webseiten beträgt der Anteil der kreativer Leistungen (Fachbegriff UX oder eben Webdesign) selten mehr als 25% der Gesamtleistung - warum also auf die Gesamtleistung prozentual abkassieren?

Es erscheint unsinnig, dass eine Instanz Gebühren auf unsere Leistungen erhebt, bei Projekten
  • in denen nicht einmal ein Künstler anwesend war, oder
  • weil z.B. ein bestehendes Corporate Design (für das bestimmt schon mal jemand die Künstlersozialkasse bezahlt hat) verbessert wird
  • oder eine vom Kunden erstellte Webseite mit besserem Coding professionalisiert wird. 

Sie müssen ja auch nicht nochmals Grunderwerbssteuer bezahlen, weil Sie an Ihrem Haus eine Garage anbauen. Es gibt Rechtsstreitigkeiten, Musterklagen und betretenes Schweigen von Verantwortlichen.

So können wir Sie unterstützen

Wir weisen in unseren Rechnungen - auch als ggf. notwendige Argumentationshilfe für Sie - die kreative Leistung explizit aus und trennen sie somit von Programmierung und Codierung. 

Auf Wunsch erstellen wir Ihnen auch eine getrennte Rechnung für alle kreativen Leistungen.

 

Gerne stehen wir auch Ihnen oder Ihrem Steuerberater für detaillierte Rückfragen zur Verfügung und geben Ihnen gerne Auskunft über die technische Ausprägung Ihres Auftrags.

 

Eine Rechtsberatung oder steuerrechtliche Beratung ist uns natürlich weder möglich oder gestattet. Ebenso stellt dieser Artikel explizit nicht den Versuch einer Rechtsberatung gemäß Art. 1 des RBerG dar.